Wann habe ich gemerkt das ich hochsensibel bin?

Leserfrage:

Wann hast du selbst gemerkt, dass du hochsensibel bist und wie lange hast du gebraucht, wirklich positiv damit umzugehen?

Ich hätte mich nie im Leben als hochsensibel bezeichnet. Im Gegenteil ich habe es gehasst, wenn Menschen mir sagten:

Die Krönung setzte die Trainerin in meiner Ausbildung zum Coach. Sie fragte mich:

Empfindest du dich als dünnhäutig?

Ehrlich? Ich habe es gehasst. Es war für mich keine Feststellung oder Erhebung einer Fähigkeit. Nein, es war für mich die absolute Kritik mitten ins Herz. Wenn mich jemand klein kriegen und schwächen wollte, brauchte er mir nur sagen:

Du bist hochsensibel!

Niemals war ich schwach in meinem Leben. Was ich gefühlt aushalten musste, soll mir erstmal einer nachmachen. Ich fragte mich:

Was bedeutet Hochsensibilität überhaupt?

Das Synonym-Lexikon gibt für sensibel folgendes an:

dünnhäutig, empfindsam, feinbesaitet, verletzbar, verletzlich, zart besaitet, überempfindlich…

Feinbesaitet?

lach… Was halten wir aus! Mehr wie jeder andere. Wir spüren die Energien, die um uns sind! Wir filtern sie! Schützen unsere Umgebung vor Eskalationen und versuchen ein harmonisches Gleichgewicht zu bewahren.

Was wir mit Sicherheit nicht tun müssten – oder doch? Zeichnet uns dieses Merkmal aus?

Überempfindlich?

pah… Weil wir den Menschen Respekt und Achtung geben, indem wir seine Worte für voll nehmen? Ist es vielleicht besser es nicht zu tun und seine Wörter als Phrase/Unnütz zu verstehen?

Oberflächlichkeiten können doch kein Lebensziel sein.

Dünnhäutig?

ooohhmmm… Tränen! Weinen wir zu viel? Sind wir nicht angehalten unseren Körper und Geist zu heilen und Wunden gar nicht entstehen zu lassen? Ist eine Art der Verarbeitung nicht das Weinen? Die Leichtigkeit des Seins? Eines meiner Ziele im Leben ist, friedlich und frei Sterben und loslassen zu können. Können das die Dickhäuter oder sind sie möglicherweise von Groll und Wut gefangen und erleiden Schmerzen???

Diese Wut ließ mich einen Blog darüber schreiben mit dem Namen „Hochsensibilität, was für ein Quatsch“. Der schlug ein, wie eine Bombe.

Neuauflage hier:

 

Ich hatte an einem Tag 2000 Leser auf meinem Blog. Da wußte ich, ich bin mit meinen Gedanken und Gefühlen nicht alleine. Meine Passion war in diesem Moment geboren.

Ich gründete eine Facebook-Gruppe. Sie füllte sich sehr schnell und ich hatte binnen sechs Wochen über 1400 Teilnehmer.

Allerdings war trotz hoher Resonanz mir nicht klar, dass es mein Weg ist. Ich lehnte die Hochsensibilität immer noch ab und sah mich auch nicht als Coach für Hochsensible. Ich coachte Unternehmerinnen, ihr Warum im Business zu manifestieren und zu kommunizieren. Storytelling war mein Steckenpferd.

Also falls du dich schon einmal gefragt hast, warum mein Blog mehr Themen beinhaltet, außerhalb der Hochsensibilität, dann kennst du jetzt die Antwort. Grins… Ich bin eben nicht nur hochsensibel, sondern auch ein Scanner. Kreativität ist mein zweiter Vorname.

Warum bekenne ich mich jetzt als hochsensibel und möchte nichts anderes mehr als diese Fähigkeit mit dem Synonym Stärke zu benennen?

Vor zirka zwei Jahren buchte ich einen Coach, um meine Angststörung unter der ich seit 3 Monaten litt zu transformieren. Wie sich herausstellte, wurde diese ausgelöst durch einen Flug mit Todesangst vor 4 Jahren. Ich war unwissend traumatisiert. Nach den ersten zwei Sitzungen fragte sie, mein Coach, mich:

Hast du schon mal was von Hochsensibilität gehört? Beschäftige dich mal damit.

Da war es wieder, dieses Wort. Hochsensibilität. Ich grinste in mich hinein, fühlte mich aussergewöhnlich stark, mächtig, nicht mehr klein und hilflos und in diesem Moment wußte ich:

Es ist mein Weg, es kann kein Zufall sein. Ich schaute mir meine Facebook-Gruppe an, die von 1400 auf 3400 Mitglieder gestiegen ist, obwohl ich das Thema Hochsensibilität kaum bespielt habe. Alles ein Zufall? Was meinst du?

Puuuhh... Meine Geschichte. Immer wieder aufregend. Seit über 18 Monaten coache ich Unternehmer/-innen und hochsensible Menschen ihre Hochsensibilität anzunehmen, zu stärken und für die Welt einzusetzen. Die Hochsensibilität ist der Spirit und das Warum eines jeden Menschen und Unternehmen.

Von welchen Dogmen distanziere und unterscheide ich mich von anderen:

Hochsensibilität ist für mich eine Herzensenergie, die dich unterstützt richtige Entscheidungen zu treffen zum Wohle aller. Ich bin davon überzeugt, das die Hochsensibilität in jeden von uns auf unterschiedlicher Art und Weise verankert ist. Deine Hochsensibilität lässt dich überleben, macht dich einzigartig und wenn du sie stärkst und bewußt einsetzt, bist du ein Superhero im Herzen.

Bitte jetzt nicht in die Ego-Schiene gehen. Danke!

Wie lange hast du gebraucht, wirklich positiv damit umzugehen?

Die Hochsensibilität muss weder therapiert noch geheilt werden. Ich habe dieses Thema über all die Jahre verdrängt und mich trotzdem weiterentwickelt. Meine größte Entwicklung machte ich in meiner zweijährigen Coaching-Ausbildung. Coaching hat mich so fasziniert, meine Erwartungen bei weitem übertroffen, und zu mir gebracht, dass ich aus tiefsten Herzen heraus, als Coach arbeiten will.

Mein Ziel ist Aufklärung zu schaffen, die Hochsensibilität der Menschen zu stärken und bewußt einzusetzen. Was sehr häufig gemacht wird ist, die Hochsensibilität in den Dreck zu ziehen. Viele Menschen leiden unter Erschöpfungszuständen und Depressionen. Besuchen dann vorbildlich einen Arzt/Therapeuten auf, der die Diagnose Hochsensibilität stellt.

Wenn du mich fragst: Bullshit!!!

Was passiert in vielen Fällen? Der Patient geht aus der Selbstverantwortung und sagt: "Ich bin halt sensibel." Damit hilft er keinen. Warum passiert so etwas? Müssen es die Therapeuten nicht besser wissen?

In einem Erschöpfungszustand meldet sich die Hochsensibilität, um die Person vor weiteren Fehlentscheidungen zu schützen. Die Hochsensibilität bringt Menschen dazu innezuhalten und fordert sie auf, sich damit zu beschäftigen, was im eigenen Leben schief läuft. Diese Burnout-Symptome haben alle Menschen in solchen Situationen, weil wir alle die Hochsensibilität in uns tragen. Es ist normal.

Die Hochsensibilität ist kaum erforscht, deshalb bedienen sich Therapeuten der Diagnose. Wenn es dem Patienten hilft sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und zu heilen, dann ist es ok.

Was ich überhaupt nicht mag, wenn Menschen:

 

Ich weiß, ich werde für diese Zeilen Kritik bekommen. So soll es sein.

Was sind die Learnings, die Hochsensible haben?

 

 

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Ein Beitrag geteilt von Coach Mila Charles (@hochsensibel_gluecklich) am

Ob du deine Hochsensibilität entdecken und aktivieren möchtest, entscheidest alleine du. Nicht deine Eltern, Ärzte oder andere. Du. Du. Du.

Und wie hat dein Partner auf die Hochsensibilität reagiert, bzw. wie geht er damit um?

Diese Leserfrage beschreibe ich in einen neuen Blogbeitrag. Sei gespannt. Wenn du immer Up-to Date sein möchtest, folge mir auf Instagram oder komm in meine Facebook Gruppe

Club der hochsensiblen Visionäre

Wenn dich der Blog inspiriert hat, teile oder empfehle mich heimlich weiter. Darüber freue ich mich sehr.

Herzlich grüßt

Mila Charles

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