Hochsensibilität – Was für ein Fickfackerei!

Möchtest du einen Hochsensiblen schwächen, dann sag ihm das er hochsensibel ist.

Was bedeutet hochsensibel?

Das Synonym-Lexikon gibt als Fakt an:

dünnhäutig, empfindsam, feinbesaitet, verletzbar, verletzlich, zart besaitet, überempfindlich, gefühlvoll, sublim, weich, zart

Was “hoch” bedeutet, darüber möchte ich gar nicht erst philosophieren. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich möchte diese Wörter bezüglich meiner Persönlichkeit nicht ins Spiel bringen. Vor einigen Jahren als ich meine Gabe der Hochsensibilität nicht erkannte, nannte ich mich auch hochsensibel, dass war eine Zeit als die Synonyme, wie dünnhäutig, noch auf mich zu trafen.

Wer hat nur diese Glaubenssätze/Synonyme für hochsensibel definiert? Ein Mensch im Entwicklungsstadium?

Feinbesaitet?

lach… Was halten wir aus! Mehr wie jeder andere. Wir spüren die Energien, die um uns sind! Wir filtern sie! Schützen unsere Umgebung vor Eskalationen und versuchen ein harmonisches Gleichgewicht zu bewahren.

Was wir mit Sicherheit nicht tun müssten – oder doch? Zeichnet uns dieses Merkmal ?

Überempfindlich?

pah… Weil wir den Menschen Respekt und Achtung geben. Ist es vielleicht besser es nicht zu tun und seine Wörter als Phrase/Unnütz zu verstehen?

Oberflächlichkeiten können doch kein Lebensziel sein.

Dünnhäutig?

ooohhmmm… Tränen! Weinen wir zu viel? Sind wir nicht angehalten unseren Körper und Geist zu heilen und Wunden gar nicht entstehen zu lassen? Ist eine Art der Verarbeitung nicht das Weinen? Die Leichtigkeit des Seins? Eines meiner Ziele im Leben ist, friedlich und frei Sterben und loslassen zu können. Können DAS die Dickhäuter oder sind sie möglicherweise von Groll und Wut gefangen und erleiden Schmerzen???

 

Ich glaube wir “Hochsensiblen” werden eine neue Area beginnen,

denn in der Regel sind wir die, die KEINE ANGST haben die Welt zu verändern.

Jesus, Gandhi etc. waren bestimmt keine Dickhäuter. Nicht wahr?

Mein Vorschlag zum Umdenken der Definition Hochsensibilität – Wir potenzieren ein :

ENERGETISCH STARKES EINFÜHLUNGSVERMÖGEN  – ICH BIN EIN EMPATHIKER

 

Hier einige Synonyme für Einfühlungsvermögen und Empathie:

Mit diesen Synonymen identifizieren ich mich! Hier ein kleiner Einblick eines HIGHSENSITIV-MAN:

EMPATHIKER

Roman und der Domplatz

Roman sieht den großen, gigantischen und machtvollen Dom in einigen hundert Meter Entfernung. Als er näher kommt, sieht er viele laufende Menschen, die Energien wirbeln herum. Es ist eine Demonstration. Die Gesichter verraten Wille, Wut und Aufruhr.

Auf dem riesigen, asphaltierten Domplatz angekommen, spürt Roman ein unbehagliches Gefühl in der Magen-Gegend. Übelkeit steigt auf. Der Solarplexus ist aktiviert. Visionen von Macht und Ohnmacht, Gewalt, Wut, Zorn und Leid brechen auf ihn ein.

Roman verlässt schlagartig diesen Ort, um sich zu schützen und abzugrenzen. Schließlich möchte er seinen Tag mit guter Laune und Freude verbringen. Am Rande des Domplatzes ist ein Lese – Café. “Ein Melissen-Tee, bitte.” sagte Roman während er ein Geschichtsbuch über die Stadt aufschlug. Er laß:

Der unheimliche Bauplatz des Domes

Als Bauplatz des Domes wurde ein kleiner Berg im Südosten der Stadt gewählt. Die Bürger der Stadt fanden diesen Berg sehr unheimlich und fürchterlich. Es wurde gemunkelt, dass in den alten Ruinen die Geister der verbrannten Seelen herumgeisterten. Berichte von Irrlichtern und schaurigen Stimmen erzählte man sich.

Der König ließ sich nicht beirren und baute auf dem ehemaligen Massengrab. Die Bauarbeiten gingen schleppend voran, da die Arbeiter sich vor dem Zorn der Geister fürchteten. In den Nebelschwaden des Spätsommers sah man schließlich blaugrauen Dunst aus der Baugrube aufsteigen. Als auch noch eine Anhäufung unerklärlicher Unfälle bekannt wurde, entschloss sich der König die Dämonen mit Gottes Hilfe endgültig zu vertreiben. In einer besonders stürmischen Nacht ging er zum Berg hinauf und begann ihn betend und segnend zu umschreiten.

Klagend und wütend erhoben sich die Geister aus dem Boden und machten dem König Angst und Bange. Doch er nahm all seinen Mut zusammen und sprach Gebete. Mit schauerlichem Geheul flüchteten die Geister zum Fluss. Die Nacht wurde klar und die Sterne leuchteten.

Erleichtert segnete der König ein letztes Mal die Baugrube. Der Dom entstand und die Geister wurden seitdem nicht mehr gesehen. 

“Gesehen ist gut. Spüre ich sie?” dachte Roman und es lief ein kalt-nasser Schauer über seinen Rücken. Sobald er seinen Tee genossen hat, wird er die Kirche noch einmal aufsuchen, mit Neugier, Abgrenzung und Weitsicht.

Tja, die Gabe der Feinfühligkeit kann bis zu medialen, hellsichtigen Fähigkeiten führen.

Wichtig für ein Feinfühligen ist sich abzugrenzen, zu filtern, das eigene Leben auf diese Talent umzustellen und negative Empfindungen jeglicher Art nicht persönlich zu nehmen. Es ist der Instinkt, den alle Menschen trainieren können, auch “Dickhäuter”. Spätestens bei eigenen schlimmen Krankheiten, dramatischen Ereignissen/Unfällen, Nahtod-Erfahrungen werden diese Feinfühligkeiten aktiviert.

Wenn du mehr über das Leben eines Hochsensiblen lesen möchtest, dann schau dir diese Blogbeiträge an:

Fragen und Anregungen nehme ich hochsensibel aber glücklich, entgegen.

Ich weiß allerdings immer noch nicht, wie es dir mit deiner Hochsensibilität geht?

Wenn du magst, schreib dein Feedback ins Kommentarfeld.

 

Mittelalterliche und hochsensible Grüße

Mila Charles

2 Comments

  • Defne

    Reply Reply 14. Februar 2019

    Hallo Mila,

    da wollte ich jahrelang gegen diese Hochsensibilität ankämpfen. Heute weiß ich, es ist das größte Geschenk. Danke für diesen Artikel. Der zeigt mir auf, richtig eingesetzt und dessen Kraft bewusst, fühlt sich Hochsensibilität krass stark an.
    Eine dünne Haut ist atmungksaktiver;).

    LG

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